Ein großes Augenmerk legt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf seine Schul- und Bildungsarbeit. Unter dem Motto “Gemeinsam verstehen, niemals vergessen” unterstützte der Bezirksverband Oberfranken ein Schulprojekt am Gymnasium Christian-Ernestinum (GCE) Bayreuth. Gezeigt wurde die Ausstellung “Zeitenwende 1945”, die das Ende des Zweiten Weltkriegs, Wiederaufbau und europäische Integration thematisiert. Volksbund-Bezirksgeschäftsführer Robert Fischer informierte sich über das Schulprojekt und stellte gleichzeitig den Volksbund und seine Bildungsarbeit vor. “Wir sind der einzige Gräberdienst der Welt mit einer Jugendarbeit und dies bereits seit mehr als 70 Jahren. Wir entwickeln Kriegsgräberstätten zu Orten der Begegnung und der historisch-politischen Bildung mit dem Ziel, durch unsere Workcamps, Begegnungs- und Bildungsstätten und vielfältigen Projekten im In- und Ausland Raum für die Auseinandersetzung mit historischen und aktuellen Ereignissen zu schaffen.” Die mahnende Kraft der Kriegsgräber ist dabei Anstoß, politische und gesellschaftliche Fragen der Gegenwart und Zukunft besser zu verstehen und zu beantworten. Die Auseinandersetzung mit dem Kriegsgrab und den dahinterstehenden Einzelschicksalen ermöglicht es den Wert von Menschenrechten, Demokratie und Frieden gegenüber Extremismus, Unterdrückung und willkürlicher Gewalt begreifbar zu vermitteln.
Fischer lobte das Engagement der Schülerinnen und Schüler. Die Auseinandersetzung mit Einzelschicksalen ist dem GCE in hervorragender Art und Weise gelungen. Zusammen mit der Ausstellung "Zeitenwende '45 - Aufbruch in ein neues Europa" und den von den Schülern erarbeiteten Einzelschicksalen von ehemaligen Schülern und Lehrern des GCE im Krieg erarbeiteten Unterlagen, ob Video, Weltkarte oder Hinweisschilder, alles hatte seinen Sinn und ließ nur einen Schluss zu, „ohne Frieden ist alles nichts“.
“Der Lehrer Jan Ehlenberger und die Schüler dieser Geschichts-Projektgruppe haben aus meiner Sicht Besonderes geleistet”, so Fischer. Der Schulleiter Franz Eisentraut trug bei der Präsentation der Ergebnisse noch eigene Erfahrungen wieder. “Ich bedanke mich für die Möglichkeit der Mitwirkung und ich bin sehr stolz auf das Ergebnis der Projektgruppe”, sagte der Volksbund-Bezirksgeschäftsführer abschließend.